Archiv für August 2009

Neuropathie bei Greyhounds

21. August 2009

Wie man nun auf den Seiten des Institut für Genetik in Bern lesen kann, hat man eine Gentest zur Identifizierung der vererbten Neuropathie bei Greyhounds gefunden. Kostenpunkt des Gentestes ist laut den Seiten des Institutes 75,- Euro pro Hund.

Jeder Züchter der Rasse Greyhound ist also nun in der Lage, dieses Risikos des qualvollen langsamen Todes in seiner Zucht auszuschließen. Wir können nur hoffen, dass dieser Gentest auch in die Zuchtordnung des DWZRV/VDH/FCI für die Rasse aufgenommen wird. Da jeder Züchter des DWZRV für seine Zucht einen DNA Test benötigt, sollte dieses in Verbindung mit den Gentest realisierbar sein.

Bis zur Einführung des Gentest in die Zuchtordnung, liegt es an jeden Welpenkäufer diesen Gentest über die Elterntiere beim Kauf des Welpen einzusehen. Ein verantwortungsvoller Züchter wird diesen Test natürlich vorweisen können ! Es liegt also nun in den Händen der Welpenkäufer, ob man einen Greyhound aus einer gesunden Zuchtlinie kauft oder von einen nicht gerade verantwortungsvollen Züchter ! Nur die Zucht mit nicht betroffenen Hunden sollte das Ziel sein ! Die Zucht mit Trägerhunden in Verbindung mit FREI dieser Erbkrankheit eingesetzten Greys muß ausgeschlossen und verboten werden ! Nur so kann man die Erbkrankheit wieder unter Kontrolle bringen.

Werte Welpenkäufer

Natürlich wird jede weitere Zucht nun von uns in Verbindung mit diesen Gentest aufgebaut. Da leider dieser Test nun erst möglich ist, wird der F-Wurf vom Vugelbeerbaam erst im Jahre 2010 das Licht der Welt erblicken. Des weiteren werden nur Zuchthunde mit den Testergebnis „Frei“ zur Zucht eingesetzt und dieses bei beiden Zuchttieren ! Ich appelliere an die Vernunft jedes Welpenkäufers der Rasse Greyhound, sich vor dem Kauf eines Welpen die Testergebnisse der Zuchttiere einzusehen. Minimieren Sie so die das Risiko dieser heimtückischen Erbkrankheit.

 

Werte Züchter-„Kollegen“

Als bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht betroffener Züchter, unterlege ich mich trotzdem diesen Gentest um eine gesunde Linie gegenüber der Welpenkäufer zu garantieren. Ich bitte alle Züchter der Rasse Greyhound freiwillig diesen Gentest vor einer neuen Verpaarung durchzuführen. Nur so, sind wir in der Lage die „Schwarzen Schafe“ in der Greyhoundzucht zu minimieren. Diese Bitte ist nicht nur an die Züchter der Showlinien gerichtet, sondern auch an die verantwortungsvollen Züchter der Leistungsseite. Wir haben es in der Hand und ich glaube wir sind auch dazu verpflichtet gegenüber unserer Rasse Greyhound !

 

Anhang vom 22.08.2009

Man kann es sich zwar nicht vorstellen, aber es gibt doch Züchter die nun versuchen Gott zu spielen. Aus diesem Grunde bitte ich die Leser meines Blogs auch einmal diesen „Link“ zu benutzen, um zu lesen die Meinungen zu diesen Thema von mir und die der Züchterin des Kennels von Rumford Greyhounds. Noch unverständlicher wird diese Einstellung mit den Wissen, das genau diese Züchterin die Eigentümerin der Hündin „Gucci“ war. Man kennt also den Leidensweg dieser Krankheit und kennt auch die betroffenen Linien. Da genau diese Linien aber international gesehen an den vordersten Stellen bei Ausstellungen sich befinden, möchte man nicht auf dieses Zuchtmaterial verzichten !

Zitat Rumford Greyhounds: „Es wäre möglich, alle Träger auf einen Schlag aus der Zucht zu eliminieren, das wäre aus populationsgenetischer Sicht aber purer Wahnsinn, weil es zu einer extremen Einengung des Genpools führen würde – dann kann man nur warten, bis in ein paar Generationen der nächste Defekt auftaucht. Daher ist es zum jetzigen Zeitpunkt absolut wichtig, auch mit Trägertieren weiterzuzüchten – mit der Einschränkung, daß sie ausschließlich mit freien Zuchtpartnern Genotyp NN verpaart werden dürfen.“

Diese Meinung kann und werde ich nicht vertreten, auch dann nicht wenn man den allerallerletzten Versuch startet. (siehe Link) Eine Wahrscheinlichkeit der weitern Popularisierung bei der Verpaarung von Trägertieren mit klinisch gesunden Genotypen liegt bei über 50% in nicht nur meinen Augen. Ich würde für solche Verpaarungen auch nie einen Rüden zur Verfügung stellen. Des weiteren kann ich auch mir nicht vorstellen, dass ein verantwortungsvoller Verein solch eine Verpaarung genehmigen würde. Im Gegenteil, ich bin mir schon sicher, das der DWZRV/VDH/FCI nun diesen Gentest in die Zuchtordnung verankert.  

Wir werden nur mit klinisch gesunden Genotypen züchten und sollte dieses nicht mehr möglich sein, dann wird der Kennel vom Vugelbeerbaam zum Wohle der Rasse Greyhound die Zucht einstellen !

Was Bilder uns sagen können ….

1. August 2009

Nun ist schon wieder eine Woche vergangen, das ich als Zuschauer die EM besuchte. Trotzdem beschäftigen mich noch immer meine Wahrnehmungen zum ersten Durchlauf. Zeigen doch meine Fotos vom Coursing ein etwas anderes Bild, als es dargestellt wird. Im Grunde könnten mir die Ergebnisse egal sein, denn aktiv war ich wie gesagt nur hinter der Kamera bei dieser Veranstaltung. Mir geht es hier aber um das Prinzip und um die Rasse Greyhound, denn man bestraft die Leistung der Hunde und da hört bei mir der Spaß auf. Das die Ergebnisse nur relativ zu bewerten sind und nicht die tatsächlichen Leistungen wiederspiegeln, möchte ich mit folgenden Beispiel einmal zeigen.

Im ersten Greylauf liefen die Hündinnen Rosalie of Goldenqueen gegen Belinda vom Vugelbeerbaam.

Noch vor der Hälfte der Strecke hat die Hündin Rosalie of Goldenqueen den Hasen verloren. Belinda vom Vugelbeerbaam lief die komplette Strecke mit anschließenden Kill am Hasen. Laut meiner Wahrnehmung, die sich im Fotomaterial wiederspiegelt, lief die Hündin nur ca. 50% der Strecke. Das erste Auftauchen der Hündin auf dem Bildmaterial nach dem Verlust des Hasen war 13 (!!!!) Sekunden nach dem Kill von Belinda vom Vugelbeerbaam. (13 Sekunden sind im Windhundsport schon eine Ewigkeit.) Sie lief da aber nicht zum Hasen, sondern hinter Belinda im direkten Weg zu ihrer Besitzerin.

Mich stört an diesem Beispiel nicht die Tatsache, dass Belinda vom Vugelbeerbaam nur 7 (!!) Punkte mehr als Rosalie of Goldenqueen bekommen hat. Nein, mich stört daran, wie schlecht muß Koronis Wenonah gelaufen sein, denn er hat auf der gleichen Strecke nur 1 in Worten EINEN Punkt mehr bekommen als die Hündin die nur 50% und ohne Kill gelaufen ist.

Natürlich könnte man diese Bewertung nun noch weiter diskutieren und auch weitere Beispiele aufzählen. Belassen wir es aber bei diesen einen Beispiel und fragen uns mit unserer inneren Stimme „Können Wahrnehmung und Bildmaterial wirklich uns etwas vorspielen, oder ist alles nur eine Auslegungssache von menschlichen Beobachtungen in Verbindung mit Sympathie ?“.